Umzug

Hallo Leute!

Mein Blog zieht um. Ihr findet ihn ab sofort auf http://www.the-unknown-poet.blog.de

LG

7.9.09 18:13, kommentieren

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Worte

Sie können verletzen, Schmerzen bereiten

Helfen, Trösten, Wunden heilen

Sie können stärken, Freundschaft beweisen

Erreichen, in tiefste Depressionen reißen

Sie können vieles bewegen

Und doch ist eine Minute so kurz

Dass, bevor die Veränderung eintritt

Der günstige Moment bereits vorbei ist Sie können vieles zerstören

Und doch sind sie so nichtig

Dass das schlechte Gefühl

Durch ein anderes beseitigt werden kann

Sie können vieles aufbauen

Und doch ist stets dieses Risiko

Dass durch ein Falsches, am falschen Ort, zur falschen Zeit

Die ganze Welt in Scherben scheint

Sie können verletzen, Schmerzen bereiten

Helfen, Trösten, Wunden heilen

Sie können stärken, Freundschaft beweisen

Erreichen, in tiefste Depressionen reißen

 

1 Kommentar 18.8.09 20:28, kommentieren

Kino

Langsam wird es wieder hell im Kino. Um mich herum stehen alle auf, nehmen ihre Jacken von den Lehnen ihrer Sessel und verschwinden nach draußen. Es ist schon dunkel, die Nacht hat alles Licht geschluckt. Nur hier, im alten Kino, ist es noch hell. Aber es ist keine schöne, warme Helligkeit, sondern das Licht trister, kalter Neonröhren. Neonröhren, die ihre besten Tage schon lange hinter sich gelassen haben und sich nun regelmäßig durch ein merkwürdiges, monotones Summen bemerkbar machen. Und doch ruft dieses alte, inzwischen wohl schon baufällig gewordene, Kino Emotionen hervor. Es bringt gestandene Männer zum Weinen; lässt Kinder, die den Eintritt von ihrem ersten Taschengeld bezahlt haben, lachen und vermittelt während der täglichen Vorstellung ein Gefühl von Geborgenheit und Gemeinsamkeit.

Dies ist wahrscheinlich der Grund, weshalb so viele Menschen dieses Kino besuchen, und es nach dem Film gut gelaunt, Hand in Hand mit ihrem Partner, wieder verlassen.

Doch für mich endet dieses Gefühl genau jetzt. In dem Moment, in dem das Licht der Neonröhren das Licht der Leinwand überdeckt, und die Schritte der glücklichen Pärchen die Musik des Abspanns übertönen.

Denn ich bin keine von ihnen. Gehöre nicht dazu. Kann dieses Gefühl nicht mit einem geliebten Menschen teilen, oder mit ihm zusammen diese Stimmung weiterfühlen.

Denn ich bin alleine. Einsam.

Langsam raffe ich mich auf. Verlasse das Kino, kehre zurück in mein alltägliches Leben. Beginne wieder damit, Gefühle zu unterdrücken und zu überspielen.

Bis ich wieder hier sitzen werde.

Bis zum nächsten Film...

1 Kommentar 10.8.09 01:30, kommentieren